Tiefbaufacharbeiter/innen führen Erdarbeiten durch, bauen Straßen, Wege sowie Plätze und legen die Grundlagen für unsere gesamte Infrastruktur.

Ausbildung Tiefbaufacharbeiter/Tiefbaufacharbeiterin

Tiefbaufacharbeiter/innen führen Erdarbeiten durch, bauen Straßen, Wege sowie Plätze und legen die Grundlagen für unsere gesamte Infrastruktur.

Als Tiefbaufacharbeiter/in bist du die treibende Kraft unter der Oberfläche. Du errichtest das Fundament unserer modernen Welt, indem du Straßen baust, Kanalsysteme verlegst und Baugruben für beeindruckende Gebäude aushebst.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung ist eine Stufenausbildung und dauert zunächst 2 Jahre. Nach erfolgreichem Abschluss kannst du dich in einem weiteren Ausbildungsjahr zu einem Spezialberuf wie z.B. Straßenbauer/in, Kanalbauer/in oder Rohrleitungsbauer/in weiterbilden. Verkürzungen sind bei entsprechender Vorbildung oder sehr guten Leistungen möglich.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Die Ausbildungsvergütung im Baugewerbe ist tariflich geregelt und gehört zu den höchsten in Deutschland. Dein Gehalt variiert je nach Bundesland und Betrieb. Im Durchschnitt kannst du mit folgender Vergütung rechnen:

  • 1. Ausbildungsjahr: ca. 900 - 1.000 Euro pro Monat
  • 2. Ausbildungsjahr: ca. 1.100 - 1.250 Euro pro Monat

Empfohlener Schulabschluss

Ein Hauptschulabschluss ist eine gute Grundlage für den Einstieg in die Ausbildung als Tiefbaufacharbeiter/in. Grundsätzlich ist aber kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben.

Kenntnisse/Stärken

  • Körperliche Fitness und Belastbarkeit
  • Handwerkliches Geschick
  • Technisches Verständnis und Interesse an Baumaschinen
  • Teamfähigkeit
  • Sorgfältige und umsichtige Arbeitsweise
  • Bereitschaft, im Freien zu arbeiten

Arbeitszeit

Deine Arbeitszeit richtet sich nach den üblichen Zeiten im Baugewerbe, was oft einen frühen Arbeitsbeginn bedeutet. Du arbeitest in der Regel von Montag bis Freitag, wetterbedingte Anpassungen sind möglich.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Einrichten, Sichern und Räumen von Baustellen
  • Durchführen von Erdarbeiten mit und ohne Baumaschinen
  • Herstellen von Baugruben, Gräben und Schalungen
  • Verlegen von Ver- und Entsorgungsleitungen (z.B. für Wasser, Gas, Abwasser)
  • Herstellen von Straßenunterbauten und Pflasterdecken
  • Bedienung und Wartung von Werkzeugen und Baumaschinen
  • Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido

Ausbildungsinhalte

  • Lesen und Anwenden von Bauzeichnungen
  • Kenntnisse über verschiedene Baustoffe wie Beton, Asphalt und Erdstoffe
  • Umgang mit Vermessungsgeräten
  • Grundlagen der Baumaschinentechnik
  • Qualitätssicherung, Arbeitssicherheit und Umweltschutz auf der Baustelle

Ausbildungsablauf

Ausbildungsbeginn: Üblicherweise im August oder September.

Zwischenprüfung: Findet am Ende des ersten Ausbildungsjahres statt.

Abschlussprüfung: Nach zwei Jahren legst du die Prüfung zum/zur Tiefbaufacharbeiter/in ab.

Karrieremöglichkeiten

  • Spezialisierung im 3. Ausbildungsjahr (z.B. Straßenbauer, Kanalbauer)
  • Weiterbildung zum/zur Vorarbeiter/in oder Polier/in
  • Prüfung zum/zur Baumaschinenmeister/in
  • Fortbildung zum/zur staatlich geprüften Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik

Good to know

  • Als Tiefbaufacharbeiter/in siehst du am Ende des Tages, was du mit deinen Händen geschaffen hast.
  • Du arbeitest fast immer im Team und an der frischen Luft.
  • Der Beruf ist krisensicher, denn gebaut wird immer!

Berufsalltag

Dein Arbeitsplatz ist die Baustelle. Gemeinsam im Team packst du kräftig an, bedienst schwere Maschinen wie Bagger und Rüttelplatten und sorgst dafür, dass die Basis für das Bauprojekt stimmt. Du arbeitest bei Wind und Wetter draußen und bist für die Sicherheit und Qualität deiner Arbeit verantwortlich. Der Kontakt zu Kollegen und Vorgesetzten ist dabei essenziell. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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