Als Tierpfleger/in der Fachrichtung Tierheim und Tierpension bist du die wichtigste Bezugsperson für Tiere, die ein vorübergehendes oder neues Zuhause suchen. Du versorgst, pflegst und betreust sie professionell und mit viel Herz.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Bei guten Leistungen oder entsprechender Vorbildung (z.B. Abitur) kann die Ausbildungszeit auf 2,5 oder sogar 2 Jahre verkürzt werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt ist oft tariflich geregelt, kann aber je nach Bundesland und Träger variieren. Im Durchschnitt kannst du mit folgender monatlicher Ausbildungsvergütung rechnen:
- 1. Ausbildungsjahr: ca. 1.050 - 1.100 Euro
- 2. Ausbildungsjahr: ca. 1.100 - 1.150 Euro
- 3. Ausbildungsjahr: ca. 1.150 - 1.200 Euro
Empfohlener Schulabschluss
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen jedoch Bewerber/innen mit einem mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) oder einem guten Hauptschulabschluss ein.
Kenntnisse/Stärken
- Große Tierliebe und Einfühlungsvermögen
- Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt
- Körperliche Fitness und Belastbarkeit
- Gute Beobachtungsgabe
- Keine Scheu vor Schmutz und körperlicher Arbeit
- Psychische Stabilität (Umgang mit kranken oder vernachlässigten Tieren)
- Team- und Kommunikationsfähigkeit
Arbeitszeit
Die Arbeit findet oft im Schichtdienst statt, da Tiere rund um die Uhr versorgt werden müssen. Das schließt auch Dienste an Wochenenden und Feiertagen mit ein.
Aufgaben in der Ausbildung
- Fütterung und Pflege der Tiere (z.B. Hunde, Katzen, Kleintiere)
- Reinigung und Desinfektion der Tierunterkünfte, Käfige und Gehege
- Beobachtung des Verhaltens und des Gesundheitszustands der Tiere
- Mithilfe bei tierärztlichen Behandlungen und Verabreichung von Medikamenten
- Beratung von Besuchern und potenziellen neuen Tierbesitzern
- Organisation von Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten
- Verwaltungs- und Organisationstätigkeiten
- Du lernst auch, dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Grundlagen der Anatomie, Physiologie und des Verhaltens von Tieren
- Artgerechte Haltung und Ernährung
- Krankheitsprävention und Hygienevorschriften
- Tierschutzgesetze und -verordnungen
- Methoden zur Pflege und zum Transport von Tieren
- Kommunikation mit Kunden und Interessenten
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.
Zwischenprüfung: Findet zur Mitte des zweiten Ausbildungsjahres statt, um den Lernstand zu überprüfen.
Abschlussprüfung: Besteht aus einem praktischen und einem theoretischen Teil am Ende der Ausbildung.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Tierpflegemeister/in
- Spezialisierung in Bereichen wie Verhaltenstherapie oder Hundetraining
- Übernahme von Leitungsfunktionen in einem Tierheim oder einer Tierpension
- Studium in Fächern wie Tiermedizin, Biologie oder Agrarwissenschaften (mit entsprechender Hochschulzugangsberechtigung)
Good to know
- Der Beruf ist körperlich und emotional anspruchsvoll, aber auch sehr erfüllend.
- Du leistest einen direkten und wichtigen Beitrag zum Tierschutz.
- Jeder Tag ist anders und bringt neue Herausforderungen und Begegnungen mit sich.
- Die Arbeit mit Tieren erfordert viel Geduld und ein tiefes Verständnis für deren Bedürfnisse.
Berufsalltag
Dein Berufsalltag als Tierpfleger/in ist abwechslungsreich und beginnt oft früh am Morgen mit der Fütterungs- und Reinigungsrunde. Du beobachtest die Tiere genau, um Veränderungen im Verhalten oder Gesundheitszustand schnell zu erkennen. Du gehst mit Hunden Gassi, beschäftigst Katzen und andere Tiere und kümmerst dich um die Vergabe von Medikamenten. Ein wichtiger Teil ist auch der Kontakt zu Menschen, sei es bei der Beratung von Interessenten oder im Team. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)