Uhrmacher/innen stellen Zeitmessgeräte her, warten und reparieren sie. Sie arbeiten mit mechanischen und elektronischen Uhrwerken.

Ausbildung Uhrmacher/Uhrmacherin

Uhrmacher/innen stellen Zeitmessgeräte her, warten und reparieren sie. Sie arbeiten mit mechanischen und elektronischen Uhrwerken.

Als Uhrmacher/in tauchst du in die faszinierende Welt der Feinmechanik und Präzision ein. Du fertigst, montierst, wartest und reparierst Zeitmessgeräte aller Art – von der klassischen Armbanduhr bis zur komplexen Standuhr.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Die Ausbildung kann aber auch verkürzt werden, wenn du schulische Vorbildung, vorangegangene Ausbildungszeiten oder Berufserfahrung hast. Auch bei guten Leistungen in der Ausbildung kannst du frühzeitig zur Prüfung zugelassen werden.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Das Gehalt variiert je nach Region und Betrieb. Im Durchschnitt verdient ein Auszubildender im ersten Jahr etwa 1.000-1.150 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 1.050-1.200 Euro und im dritten Jahr 1.100-1.300 Euro.

Empfohlener Schulabschluss

Ein mittlerer Schulabschluss (Realschulabschluss) wird empfohlen. Wichtiger als der Abschluss sind jedoch Geduld, eine ruhige Hand und ein gutes technisches Verständnis.

Kenntnisse/Stärken

  • Geduld und Konzentrationsfähigkeit
  • Feinmotorik und ruhige Hände
  • Technisches und physikalisches Verständnis
  • Sorgfalt und Genauigkeit
  • Logisches Denkvermögen

Arbeitszeit

In der Regel reguläre Arbeitszeiten in Werkstätten oder im Verkauf. Notdienste sind in diesem Beruf unüblich.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Demontage und Montage von mechanischen und elektronischen Uhrwerken
  • Fehlersuche und Diagnose an defekten Uhren
  • Anfertigung von Ersatzteilen mit feinsten Werkzeugen
  • Wartung, Reinigung und Ölen von Uhrwerken
  • Beratung von Kunden bei Reparaturen und Neuanschaffungen
  • Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido

Ausbildungsinhalte

  • Grundlagen der Metall- und Kunststoffverarbeitung
  • Umgang mit Mess- und Prüfgeräten
  • Lesen und Anfertigen von technischen Zeichnungen
  • Werkstoffkunde und Materialeigenschaften
  • Geschichte der Zeitmesstechnik
  • Elektronik und Elektrotechnik für Quarzuhren

Ausbildungsablauf

Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.

Zwischenprüfung: In der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres findet der erste Teil der gestreckten Abschlussprüfung statt.

Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildungszeit findet der zweite Teil der Abschlussprüfung vor der Handwerkskammer statt.

Karrieremöglichkeiten

  • Weiterbildung zum/zur Uhrmachermeister/in
  • Spezialisierung auf die Restaurierung historischer Uhren
  • Tätigkeit in der Uhrenindustrie (z.B. in der Entwicklung oder Qualitätssicherung)
  • Selbstständigkeit mit eigenem Fachgeschäft
  • Studium, z.B. im Bereich Feinwerktechnik oder Mikrosystemtechnik

Good to know

  • Der Beruf des Uhrmachers ist ein traditionelles Handwerk, das hochmodernes technologisches Wissen erfordert.
  • Uhrmacher/innen sind gefragte Spezialisten, besonders im Luxussegment.
  • Die Ausbildung bietet einen tiefen Einblick in die Kunst der Mikromechanik.
  • Deutsche Uhrmacherkunst, z.B. aus Glashütte, genießt weltweit einen exzellenten Ruf.

Berufsalltag

Dein Arbeitsplatz ist die Werkbank, oft ausgestattet mit einer Lupe oder einem Mikroskop. Du arbeitest mit Pinzetten, feinsten Schraubendrehern und speziellen Maschinen, um winzige Bauteile zu bearbeiten und zu montieren. Neben der konzentrierten Arbeit in der Werkstatt gehört auch der direkte Kundenkontakt im Verkaufsraum zu deinem Alltag. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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