Verfahrensmechaniker/innen für Beschichtungstechnik steuern und überwachen Anlagen, mit denen sie Oberflächen aus Metall und Kunststoff beschichten.

Ausbildung Verfahrensmechaniker/in für Beschichtungstechnik

Verfahrensmechaniker/innen für Beschichtungstechnik steuern und überwachen Anlagen, mit denen sie Oberflächen aus Metall und Kunststoff beschichten.

Als Verfahrensmechaniker/in für Beschichtungstechnik bist du der/die Spezialist/in, wenn es darum geht, Oberflächen den perfekten Schutz und das richtige Aussehen zu verleihen. Du arbeitest mit verschiedenen Beschichtungsverfahren, um Produkte aus Metall oder Kunststoff langlebiger und optisch ansprechender zu machen.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Die Ausbildung kann aber auch verkürzt werden, wenn du schulische Vorbildung, vorangegangene Ausbildungszeiten oder Berufserfahrung hast. Auch bei guten Leistungen in der Ausbildung kannst du frühzeitig zur Prüfung zugelassen werden.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Das Gehalt variiert je nach Region und Betrieb, da die Ausbildung in der Industrie stattfindet, ist die Vergütung oft tariflich geregelt. Im Durchschnitt verdient ein Auszubildender im ersten Jahr etwa 980-1.150 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 1.030-1.200 Euro und im dritten Jahr 1.100-1.300 Euro.

Empfohlener Schulabschluss

Ein guter Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Schulabschluss (Realschulabschluss) wird von den meisten Betrieben erwartet. Besonders wichtig sind gute Noten in Chemie, Physik und Mathematik.

Kenntnisse/Stärken

  • Sorgfalt und Genauigkeit
  • Technisches Verständnis
  • Verantwortungsbewusstsein (Umgang mit Chemikalien)
  • Interesse an Chemie und Physik
  • Handwerkliches Geschick

Arbeitszeit

In Industriebetrieben ist Schichtarbeit üblich, ansonsten gelten in der Regel reguläre Arbeitszeiten.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Vorbereitung von Oberflächen (Reinigen, Schleifen, Grundieren)
  • Bedienung, Steuerung und Überwachung von Beschichtungsanlagen
  • Anwendung verschiedener Beschichtungstechniken (z. B. Lackieren, Pulverbeschichten, Galvanisieren)
  • Messen und Prüfen der Schichtdicken und Qualität der Beschichtung
  • Wartung und Instandhaltung der Maschinen und Anlagen
  • Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido

Ausbildungsinhalte

  • Werkstoffkunde und chemische Prozesse
  • Verfahrenstechnik der verschiedenen Beschichtungsarten
  • Steuerungs- und Regelungstechnik für die Anlagen
  • Mess- und Prüftechnik zur Qualitätssicherung
  • Arbeitssicherheit und Umweltschutz im Umgang mit Gefahrstoffen

Ausbildungsablauf

Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.

Gestreckte Abschlussprüfung: Teil 1 der Abschlussprüfung findet gegen Mitte des zweiten Ausbildungsjahres statt und ersetzt die frühere Zwischenprüfung. Teil 2 folgt am Ende der Ausbildungszeit.

Karrieremöglichkeiten

  • Weiterbildung zum/zur Techniker/in (Fachrichtung Farb- und Lacktechnik)
  • Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in (Fachrichtung Lack)
  • Spezialisierung auf bestimmte Verfahren (z. B. Korrosionsschutz, Pulverbeschichtung)
  • Studium (z. B. Chemieingenieurwesen oder Werkstofftechnik) bei entsprechender schulischer Qualifikation

Good to know

  • Dieser Beruf ist entscheidend für die Qualität und Langlebigkeit unzähliger Produkte – von der Autofelge bis zur Spülmaschinenfront.
  • Du kombinierst High-Tech-Anlagensteuerung mit chemischem Know-how und handwerklichem Geschick.
  • Als Fachkraft bist du in vielen Branchen wie dem Maschinenbau, der Fahrzeugindustrie oder der Möbelherstellung sehr gefragt.

Berufsalltag

Im Berufsalltag als Verfahrensmechaniker/in für Beschichtungstechnik bereitest du Bauteile vor, richtest die Beschichtungsanlagen ein und überwachst den gesamten Prozess. Du entnimmst Proben, führst Qualitätskontrollen durch und dokumentierst deine Arbeit. Dabei trägst du Schutzkleidung und achtest stets auf die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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