Verfahrensmechaniker/innen für Brillenoptik stellen hochpräzise Brillengläser aus verschiedenen Materialien her und bereiten sie für die Fassung vor.

Ausbildung Verfahrensmechaniker/in für Brillenoptik

Verfahrensmechaniker/innen für Brillenoptik stellen hochpräzise Brillengläser aus verschiedenen Materialien her und bereiten sie für die Fassung vor.

Als Verfahrensmechaniker/in für Brillenoptik bist du der Spezialist hinter den Kulissen und sorgst dafür, dass Menschen wieder klar sehen können. Du fertigst mit modernsten Maschinen individuelle Brillengläser aus Glas und Kunststoff und veredelst deren Oberflächen.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Bei guten schulischen Leistungen oder einer entsprechenden Vorbildung kann die Ausbildungszeit verkürzt werden.

Gehalt (Ausbildungsvergütung)

Das Gehalt variiert je nach Betrieb und Tarifvertrag. Im Durchschnitt kannst du mit folgender Vergütung rechnen: im ersten Jahr etwa 850-1.050 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 900-1.100 Euro und im dritten Jahr 950-1.200 Euro.

Empfohlener Schulabschluss

Ein guter Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Bildungsabschluss (Realschulabschluss) ist eine gute Voraussetzung für diese Ausbildung.

Kenntnisse/Stärken

  • Feinmotorisches Geschick
  • Technisches Verständnis und Interesse an Maschinen
  • Hohe Konzentrationsfähigkeit
  • Sorgfalt und Genauigkeit
  • Gutes räumliches Vorstellungsvermögen

Arbeitszeit

Die Arbeitszeiten sind in der Regel regulär. In größeren Industriebetrieben kann auch Schichtarbeit üblich sein.

Aufgaben in der Ausbildung

  • Bedienung und Überwachung von computergesteuerten (CNC) Schleif-, Fräs- und Poliermaschinen
  • Herstellung von Brillengläsern nach optischen Vorgaben
  • Bearbeitung von Glas- und Kunststoffrohlingen
  • Veredelung von Oberflächen (z.B. Härten, Entspiegeln, Tönen)
  • Durchführung von Qualitätskontrollen und Messungen
  • Wartung und Instandhaltung der Produktionsanlagen
  • Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido

Ausbildungsinhalte

  • Grundlagen der Optik und Werkstoffkunde (Glas, Kunststoffe)
  • Lesen und Anwenden von technischen Unterlagen
  • Steuerungs- und Regelungstechnik
  • Fertigungsverfahren wie Schleifen, Polieren und Beschichten
  • Qualitätssicherungssysteme
  • Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz

Ausbildungsablauf

Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.

Zwischenprüfung: Findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt, um den Lernfortschritt zu überprüfen.

Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildung wird eine Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) abgelegt.

Karrieremöglichkeiten

  • Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in der Fachrichtung Optik
  • Weiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Feinwerktechnik
  • Spezialisierung auf bestimmte Fertigungstechnologien oder Materialien
  • Studium, z.B. im Bereich Augenoptik/Optometrie oder Ingenieurwesen

Good to know

  • Du arbeitest in einem hochtechnologischen Umfeld, das Präzision und Technik vereint.
  • Deine Arbeit ist die unsichtbare, aber entscheidende Grundlage für gutes Sehen.
  • Der Beruf ist zukunftssicher, da die Nachfrage nach individuellen Sehhilfen stetig wächst.

Berufsalltag

Dein Arbeitsalltag findet hauptsächlich in modernen Produktions- und Werkstatthallen statt. Du programmierst und bedienst komplexe Maschinen, prüfst die Qualität der gefertigten Gläser mit feinen Messinstrumenten und sorgst für einen reibungslosen Produktionsablauf. Du arbeitest konzentriert und präzise, oft im Team mit anderen Fachkräften. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.

Ausbildungsnachweis

Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.

Offizielle Informationen und Dokumente

Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf. So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.

Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.

BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite

Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)

Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)

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