Du bist fasziniert von der Welt unter der Erde und hast ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen? Als Vermessungstechniker/in der Fachrichtung Bergvermessung bist du dafür verantwortlich, die Welt des Bergbaus exakt zu erfassen, sowohl über als auch unter Tage. Deine Arbeit ist die Grundlage für die sichere und effiziente Gewinnung von Rohstoffen.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Bei guten schulischen Vorleistungen (z.B. Abitur) oder überdurchschnittlichen Leistungen während der Ausbildung kann die Ausbildungszeit verkürzt werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt ist oft tariflich geregelt und fällt im Bergbau überdurchschnittlich aus. Im ersten Ausbildungsjahr kannst du mit ca. 1.000-1.100 Euro rechnen, im zweiten Jahr mit 1.100-1.200 Euro und im dritten Jahr mit 1.200-1.300 Euro pro Monat.
Empfohlener Schulabschluss
Ein mittlerer Schulabschluss (Realschulabschluss) oder die (Fach-)Hochschulreife ist empfehlenswert. Besonders wichtig sind gute Noten in Mathematik, Physik und Technik.
Kenntnisse/Stärken
- Gutes räumliches Vorstellungsvermögen
- Mathematisches und technisches Verständnis
- Sorgfältige und präzise Arbeitsweise
- Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein
- Körperliche Fitness und Höhentauglichkeit
- Bereitschaft zur Arbeit im Freien und unter Tage
Arbeitszeit
Die Arbeitszeiten sind in der Regel regulär, können aber je nach Projekt und Einsatzort (z.B. bei Schichtbetrieb im Bergbau) variieren.
Aufgaben in der Ausbildung
- Durchführung von vermessungstechnischen Arbeiten über und unter Tage
- Bedienung moderner Messinstrumente wie Tachymeter, GPS und Laserscanner
- Erstellung, Auswertung und Fortführung von Plänen, Karten und Risswerken
- Erfassung und Dokumentation von geologischen Daten und Lagerstätten
- Überwachung von Geländebewegungen und Grubengebäuden
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Grundlagen der Geodäsie und Vermessungstechnik
- Markscheidewesen und Bergrecht
- Anwendung von Geoinformationssystemen (GIS)
- Kartografie und grafische Datenverarbeitung
- Besondere Sicherheitsvorschriften für den Bergbau
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: Meist zum 1. August oder 1. September.
Zwischenprüfung: Findet in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres statt, um den Lernfortschritt zu überprüfen.
Abschlussprüfung: Am Ende der 3-jährigen Ausbildung vor der zuständigen Kammer.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur staatlich geprüften Techniker/in der Fachrichtung Vermessungstechnik
- Studium in den Bereichen Geodäsie, Geoinformatik oder Markscheidewesen
- Spezialisierung auf 3D-Laserscanning, Drohnenvermessung oder die Überwachung von Bergschäden
Good to know
- Dieser Beruf verbindet moderne Technik und IT mit praktischer Arbeit an besonderen Orten.
- Du leistest einen entscheidenden Beitrag zur Rohstoffsicherung und zur Sicherheit im Bergbau.
- Die Fachrichtung Bergvermessung ist ein Nischenberuf mit hervorragenden Zukunftsaussichten und sehr guten Übernahmechancen.
Berufsalltag
Dein Arbeitsalltag ist abwechslungsreich: Du verbringst Zeit im Büro, wo du Messdaten am Computer auswertest und Karten erstellst. Den anderen Teil des Tages bist du im Außendienst – entweder an der Erdoberfläche oder in den unterirdischen Stollen eines Bergwerks. Dort führst du mit einem Team präzise Messungen durch, um den Vortrieb zu steuern oder die Stabilität des Grubengebäudes zu überwachen. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)