Als Vermessungstechniker/in der Fachrichtung Vermessung bist du der Profi für präzise Daten und Karten. Du arbeitest im Freien und im Büro, führst Lage- und Höhenvermessungen durch, wertest die gewonnenen Geodaten aus und erstellst daraus Pläne, Karten und Kataster.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Bei guten schulischen Vorleistungen (z.B. Abitur) oder überdurchschnittlichen Leistungen während der Ausbildung kann die Ausbildungszeit verkürzt werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt variiert je nach Arbeitgeber (öffentlicher Dienst, privates Ingenieurbüro) und Bundesland. Im öffentlichen Dienst kannst du mit folgender Vergütung rechnen: im ersten Jahr etwa 1.085 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 1.140 Euro und im dritten Jahr 1.190 Euro.
Empfohlener Schulabschluss
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit einem mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) oder der Hochschulreife ein.
Kenntnisse/Stärken
- Sorgfalt und Genauigkeit
- Gutes räumliches Vorstellungsvermögen
- Mathematische Fähigkeiten (insb. Geometrie)
- Technisches Verständnis
- Interesse an Geografie und IT
- Teamfähigkeit
- Bereitschaft zur Arbeit im Freien bei jeder Witterung
Arbeitszeit
In der Regel reguläre Arbeitszeiten. Die Arbeit findet sowohl im Büro als auch im Außendienst auf Baustellen oder im freien Gelände statt.
Aufgaben in der Ausbildung
- Planung und Vorbereitung von Vermessungen
- Durchführung von Lage- und Höhenvermessungen mit modernen Messinstrumenten (z.B. Tachymeter, GPS)
- Auswertung und Verarbeitung der Messdaten am Computer
- Erstellung und Fortführung von Plänen, Karten und Liegenschaftskatastern mittels CAD- und GIS-Software
- Anwendung von Rechts- und Verwaltungsvorschriften
- Kundenberatung und Abstimmung mit Auftraggebern
- Du lernst auch, dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Grundlagen der Geodäsie und Vermessungstechnik
- Umgang mit vermessungstechnischen Instrumenten und Software
- Geoinformationssysteme (GIS) und computergestütztes Zeichnen (CAD)
- Berechnungsverfahren und Auswertemethoden
- Liegenschaftsrecht und Katasterwesen
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz
Ausbildungsablauf
Die Ausbildung findet dual statt, d.h. im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Sie gliedert sich in praktische Phasen im Betrieb und theoretischen Unterricht.
Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.
Zwischenprüfung: Zur Mitte des zweiten Ausbildungsjahres.
Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildungszeit vor der zuständigen Stelle.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Staatlich geprüften Techniker/in der Fachrichtung Vermessungstechnik
- Studium (Bachelor/Master) in Geodäsie, Geoinformatik oder Vermessungswesen
- Spezialisierung in Bereichen wie Photogrammetrie, Ingenieurvermessung oder Geoinformatik
- Tätigkeit in Vermessungs- und Katasterämtern, Ingenieurbüros oder Bauunternehmen
Good to know
- Der Beruf verbindet moderne Technik mit Arbeit im Freien und präziser Büroarbeit.
- Vermessungstechniker/innen schaffen die Datengrundlage für Bauprojekte, Navigation und amtliche Karten.
- Durch den Einsatz von Drohnen, Laserscannern und Satellitentechnik ist der Beruf sehr modern und zukunftsorientiert.
Berufsalltag
Dein Tag als Vermessungstechniker/in ist abwechslungsreich. Er kann im Büro mit der Planung eines Vermessungsauftrags beginnen, gefolgt von der Fahrt zur Baustelle oder einem Grundstück. Dort arbeitest du im Team, stellst die Messgeräte auf und erfasst präzise Daten. Zurück im Büro wertest du die Daten aus, erstellst digitale Pläne und dokumentierst die Ergebnisse. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)