Als Vorpolierer/in in der Schmuck- und Kleingeräteherstellung bist du der erste Schritt zum perfekten Glanz. Du bereitest die Oberflächen von Ringen, Ketten oder Uhrengehäusen meisterhaft für die finale Veredelung vor und legst damit den Grundstein für ein makelloses Endprodukt.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 2 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen, wie zum Beispiel einer entsprechenden schulischen Vorbildung oder sehr guten Leistungen während der Ausbildung, kann die Ausbildungszeit verkürzt werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt variiert je nach Betrieb und Region. Im Durchschnitt kannst du im ersten Ausbildungsjahr mit einer Vergütung von 700-850 Euro pro Monat rechnen, im zweiten Jahr steigt sie auf etwa 750-950 Euro.
Empfohlener Schulabschluss
Ein Hauptschulabschluss ist für den Beginn dieser Ausbildung oft ausreichend. Wichtiger als der Schulabschluss sind jedoch handwerkliches Geschick und eine sorgfältige Arbeitsweise.
Kenntnisse/Stärken
- Feinmotorisches Geschick und eine ruhige Hand
- Hohe Konzentrationsfähigkeit
- Sorgfalt und Genauigkeit
- Geduld und Ausdauer
- Gutes Sehvermögen
- Sinn für Ästhetik und Formen
Arbeitszeit
Die Arbeitszeiten orientieren sich in der Regel an den üblichen Geschäftszeiten von Montag bis Freitag in Werkstätten oder Industriebetrieben.
Aufgaben in der Ausbildung
- Vorbereiten von Oberflächen aus Edelmetallen, Edelstahl und anderen Werkstoffen
- Entfernen von Kratzern, Lötspuren und Unebenheiten durch Feilen, Schmirgeln und Schleifen
- Bedienung, Einrichtung und Pflege von Schleif- und Poliermaschinen
- Manuelles Bearbeiten von filigranen Schmuckstücken und Kleingeräten
- Durchführung von Qualitätskontrollen der bearbeiteten Oberflächen
- Auswahl der passenden Schleif- und Poliermittel
- Du lernst auch, dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Werkstoffkunde (Eigenschaften von Gold, Silber, Platin, etc.)
- Grundlagen der Metallbearbeitung
- Umgang mit verschiedenen Werkzeugen und Maschinen
- Lesen von technischen Unterlagen und Arbeitsplänen
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz im Umgang mit Maschinen und Materialien
- Qualitätssicherung und Prüfverfahren
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.
Zwischenprüfung: Findet meist nach dem ersten Ausbildungsjahr statt, um den Lernfortschritt zu überprüfen.
Abschlussprüfung: Am Ende der zweijährigen Ausbildung erfolgt die Abschluss- bzw. Gesellenprüfung vor der zuständigen Kammer (HWK oder IHK).
Karrieremöglichkeiten
- Spezialisierung auf bestimmte Materialien (z.B. Platin) oder Techniken (z.B. Mattieren)
- Weiterbildung zum/zur Polierer/in für die finale Hochglanzpolitur
- Aufnahme einer weiterführenden Ausbildung, z.B. zum/zur Goldschmied/in
- Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in Fachrichtung Metall
Good to know
- Deine Arbeit ist entscheidend für die Qualität und das Aussehen von hochwertigen Produkten wie Schmuck und Uhren.
- Du arbeitest an der Schnittstelle von traditionellem Handwerk und moderner Fertigungstechnik.
- Dieser Beruf erfordert ein hohes Maß an Fingerspitzengefühl und Präzision.
- Fachkräfte in diesem Bereich sind in der Schmuck-, Uhren- und Kleingeräteindustrie sehr gefragt.
Berufsalltag
Dein Arbeitsplatz ist die Werkstatt. Hier verbringst du den Großteil deines Tages am Werktisch oder an speziellen Schleif- und Bürstmaschinen. Mit großer Konzentration und ruhiger Hand bearbeitest du Werkstücke, bis sie die perfekte Grundlage für die Endpolitur haben. Du prüfst deine Arbeit immer wieder sorgfältig unter der Lupe. Teamarbeit mit Goldschmieden und Polierern gehört ebenso zum Alltag. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.