Als Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer/in bist du ein/e gefragte/r Expert/in für Energieeffizienz und Umweltschutz. Du bringst Dämmungen an, um Gebäude, Industrieanlagen und Rohrleitungen vor Hitze, Kälte und Lärm zu schützen und leistest damit einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung und Sicherheit.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen wie einer entsprechenden schulischen Vorbildung oder sehr guten Leistungen während der Ausbildung kann die Ausbildungszeit verkürzt werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt ist oft tariflich geregelt und variiert je nach Bundesland und Betrieb. Im Durchschnitt kannst du mit folgender Vergütung rechnen:
- 1. Ausbildungsjahr: 850 - 1.050 Euro
- 2. Ausbildungsjahr: 1.000 - 1.250 Euro
- 3. Ausbildungsjahr: 1.200 - 1.500 Euro
Empfohlener Schulabschluss
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen jedoch Auszubildende mit einem Hauptschul- oder Realschulabschluss ein.
Kenntnisse/Stärken
- Handwerkliches Geschick
- Technisches Verständnis
- Räumliches Vorstellungsvermögen
- Sorgfältige und genaue Arbeitsweise
- Körperliche Fitness und Schwindelfreiheit
- Teamfähigkeit
Arbeitszeit
Die Arbeitszeit richtet sich nach den branchenüblichen Regelungen, meist 40 Stunden pro Woche. Da die Arbeit oft auf Baustellen stattfindet, kann es zu witterungsbedingten Anpassungen kommen.
Aufgaben in der Ausbildung
- Auswahl der passenden Dämmstoffe für Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz
- Zuschneiden und Anbringen von Dämmmaterialien an Wänden, Decken, Rohrleitungen und Anlagen
- Herstellung und Montage von Ummantelungen aus Blech oder Kunststoff zum Schutz der Dämmung
- Lesen und Anwenden von technischen Zeichnungen und Bauplänen
- Abdichtungsarbeiten gegen Feuchtigkeit
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Grundlagen der Bauphysik (Wärme, Kälte, Schall, Feuchte)
- Werkstoffkunde (Eigenschaften von Dämmstoffen, Blechen, Kunststoffen)
- Manuelle und maschinelle Bearbeitung von Materialien
- Herstellung von Stütz- und Tragekonstruktionen
- Qualitätssicherung und Baustellensicherheit
- Umweltschutz bei der Dämmung und Entsorgung
Ausbildungsablauf
Die Ausbildung findet dual statt, das heißt im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.
Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.
Zwischenprüfung: Findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt und dient der Ermittlung deines Kenntnisstandes.
Abschluss-/Gesellenprüfung: Am Ende der Ausbildungszeit legst du die Prüfung vor der Handwerkskammer (HWK) ab.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in der Fachrichtung Isolierung
- Spezialisierung im Bereich technischer Brandschutz oder Akustikbau
- Weiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik
- Gründung eines eigenen Betriebs (Meisterpflicht)
Good to know
- Dein Beruf ist ein „grüner Job“, denn du trägst aktiv zum Klimaschutz bei, indem du den Energieverbrauch von Gebäuden und Anlagen senkst.
- Du arbeitest an den unterschiedlichsten Orten – von Wohnhäusern über große Industrieanlagen bis hin zu Schiffen und Konzertsälen.
- Aufgrund der steigenden Anforderungen an die Energieeffizienz ist dein Fachwissen auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt und zukunftssicher.
Berufsalltag
Dein Arbeitsalltag ist abwechslungsreich und findet meist direkt vor Ort auf Baustellen statt. Du arbeitest oft im Team, misst Flächen aus, schneidest Dämmplatten zu, montierst Ummantelungen und arbeitest dabei manchmal auch auf Gerüsten in der Höhe. Präzision und sauberes Arbeiten sind entscheidend für ein perfektes Ergebnis. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)