Als Werkfeuerwehrmann oder Werkfeuerwehrfrau bist du der/die Spezialist/in für den Brandschutz und die Gefahrenabwehr in großen Industrieanlagen, auf Flughäfen oder in Chemieparks. Du schützt Menschen, Anlagen und die Umwelt vor Schäden und bist im Ernstfall als Erste/r vor Ort.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Die Ausbildung kann aber auch verkürzt werden, wenn du schulische Vorbildung, vorangegangene Ausbildungszeiten oder Berufserfahrung hast. Auch bei guten Leistungen in der Ausbildung kannst du frühzeitig zur Prüfung zugelassen werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt variiert je nach Betrieb und Tarifvertrag, ist aber oft überdurchschnittlich. Im Durchschnitt verdient ein Auszubildender im ersten Jahr etwa 1.000-1.150 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 1.050-1.200 Euro und im dritten Jahr 1.100-1.300 Euro.
Empfohlener Schulabschluss
In der Regel wird mindestens ein guter Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Schulabschluss (Realschulabschluss) vorausgesetzt.
Kenntnisse/Stärken
- Körperliche Fitness und Belastbarkeit
- Psychische Stabilität und Stressresistenz
- Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein
- Technisches Verständnis
- Entscheidungsfähigkeit und schnelles Reaktionsvermögen
Arbeitszeit
Üblich ist der Schichtdienst, oft in 24-Stunden-Schichten, der auch Arbeit an Wochenenden und Feiertagen umfasst.
Aufgaben in der Ausbildung
- Bekämpfung von Bränden und Durchführung von Rettungsmaßnahmen
- Leistung technischer Hilfe bei Unfällen oder Störfällen
- Wartung und Prüfung von Feuerwehrfahrzeugen, Geräten und Löschanlagen
- Durchführung von Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes
- Umgang mit Gefahrstoffen und spezieller Schutzausrüstung
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Grundlagen der Brandbekämpfung und Löschtechniken
- Fahrzeug- und Gerätekunde
- Atemschutz und Erste Hilfe
- Technische Hilfeleistung und ABC-Einsätze (atomar, biologisch, chemisch)
- Rechtsgrundlagen und betriebsspezifische Gefahrenabwehr
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: Meist im August oder September.
Zwischenprüfung: Findet als Teil 1 der Abschlussprüfung etwa zur Mitte der Ausbildungszeit statt.
Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildungszeit mit theoretischen und praktischen Prüfungen.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Gruppenführer/in oder Zugführer/in
- Spezialisierung in Bereichen wie Höhenrettung, Tauchen oder Gefahrgutzug
- Fortbildung zum/zur Brandschutzmeister/in oder Techniker/in der Fachrichtung Brandschutz
- Studium im Bereich Sicherheitstechnik oder Rettungsingenieurwesen
Good to know
- Werkfeuerwehren sind perfekt auf die speziellen Risiken ihres Betriebs (z. B. Chemieindustrie, Flughafen) vorbereitet.
- Der Beruf erfordert ein hohes Maß an körperlicher und geistiger Fitness, die regelmäßig überprüft wird.
- Teamgeist und blindes Vertrauen unter Kollegen sind in diesem Beruf überlebenswichtig.
Berufsalltag
Dein Alltag als Werkfeuerwehrmann/-frau ist eine Mischung aus Routine und unvorhersehbaren Einsätzen. Zwischen den Notfällen verbringst du deine Zeit mit Übungen, Sport, der Wartung der Ausrüstung und der Überprüfung von Brandschutzeinrichtungen im Betrieb. Im Einsatzfall musst du sekundenschnell richtige Entscheidungen treffen und im Team funktionieren. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)