Werksteinhersteller/innen sind die kreativen Handwerker, die aus rohen Natur- oder Betonwerksteinen maßgefertigte Bauteile für Architektur und Design erschaffen. Ob eine elegante Treppe, eine robuste Küchenarbeitsplatte oder kunstvolle Fassadenelemente – sie verleihen Gebäuden und Räumen durch ihre präzise Arbeit einen beständigen und individuellen Charakter.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Die Ausbildung kann aber auch verkürzt werden, wenn du schulische Vorbildung, vorangegangene Ausbildungszeiten oder Berufserfahrung hast. Auch bei guten Leistungen in der Ausbildung kannst du frühzeitig zur Prüfung zugelassen werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt variiert je nach Region und Betrieb. Im Durchschnitt verdient ein Auszubildender im ersten Jahr etwa 750-950 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 850-1.100 Euro und im dritten Jahr 950-1.250 Euro.
Empfohlener Schulabschluss
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen jedoch Bewerber mit einem Hauptschulabschluss oder einem mittleren Bildungsabschluss ein.
Kenntnisse/Stärken
- Handwerkliches Geschick
- Technisches Verständnis
- Räumliches Vorstellungsvermögen
- Körperliche Belastbarkeit
- Sorgfalt und Genauigkeit
Arbeitszeit
In der Regel reguläre Arbeitszeiten in einer Werkstatt oder Produktionshalle, gelegentlich auch auf Baustellen zur Montage.
Aufgaben in der Ausbildung
- Herstellen von Schalungen und Formen für Betonwerksteine
- Mischen von Zement, Sand und Zuschlagstoffen nach Rezeptur
- Bearbeiten von Natursteinblöcken mit Sägen, Schleif- und Fräsmaschinen
- Veredeln von Oberflächen (z.B. Schleifen, Polieren, Stocken)
- Lesen und Umsetzen von technischen Zeichnungen
- Durchführung von Qualitätskontrollen
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Werkstoffkunde (Natursteine, Beton, Bindemittel)
- Herstellungsverfahren für Beton- und Naturwerkstein
- Bedienung und Wartung von Maschinen und Anlagen
- Oberflächenbearbeitungstechniken
- Verlege- und Montagetechniken
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.
Zwischenprüfung: Meist nach der Hälfte der Ausbildungszeit.
Abschlussprüfung: Am Ende der Ausbildungszeit, bestehend aus einem praktischen und einem theoretischen Teil.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Steinmetz- und Steinbildhauermeister/in
- Weiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Steintechnik
- Spezialisierung auf Restaurierungsarbeiten oder CNC-Technik
- Studium, z.B. im Bereich Bauingenieurwesen oder Architektur
Good to know
- Der Beruf verbindet traditionelles Handwerk mit modernster Maschinentechnik.
- Du schaffst langlebige und einzigartige Produkte aus natürlichen und künstlichen Materialien.
- Als Werksteinhersteller/in bist du an der Gestaltung von anspruchsvollen Bauprojekten beteiligt und siehst am Ende des Tages ein greifbares Ergebnis deiner Arbeit.
Berufsalltag
Im Berufsalltag als Werksteinhersteller/in arbeitest du meist in einer Werkhalle. Du bedienst große Maschinen wie Brückensägen oder CNC-Fräsen, bearbeitest aber auch Steinoberflächen von Hand, um ihnen den letzten Schliff zu geben. Die Arbeit ist abwechslungsreich und erfordert sowohl Kraft als auch Fingerspitzengefühl. Du arbeitest im Team, liest Baupläne und sorgst dafür, dass jedes Werkstück perfekt den Vorgaben entspricht. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)