Als Zahntechniker/in kombinierst du handwerkliches Geschick mit modernster Technik, um individuellen Zahnersatz wie Kronen, Brücken oder Prothesen herzustellen. Du arbeitest mit künstlerischer Präzision im Detail und verhilfst Menschen zu einem strahlenden Lächeln und mehr Lebensqualität.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre. Bei guten Leistungen oder einer entsprechenden schulischen Vorbildung (z.B. Abitur) kann die Ausbildungszeit verkürzt werden, sodass du frühzeitig zur Abschlussprüfung zugelassen wirst.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt variiert je nach Bundesland und Betrieb. Im Durchschnitt kannst du mit folgender Ausbildungsvergütung rechnen: im ersten Jahr etwa 700-850 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 800-950 Euro, im dritten Jahr 900-1.050 Euro und im vierten Jahr 950-1.150 Euro.
Empfohlener Schulabschluss
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe jedoch bevorzugt Auszubildende mit einem mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) oder der (Fach-)Hochschulreife ein.
Kenntnisse/Stärken
- Feinmotorisches Geschick und eine ruhige Hand
- Sorgfalt und Präzision
- Gutes räumliches Vorstellungsvermögen
- Geduld und Konzentrationsfähigkeit
- Interesse an medizinischen und technischen Themen
- Sinn für Ästhetik und Formen
Arbeitszeit
Die Arbeitszeiten sind in der Regel geregelt und entsprechen den üblichen Laborzeiten, meist von Montag bis Freitag.
Aufgaben in der Ausbildung
- Herstellen von Gipsmodellen nach Abformungen von Zähnen und Kiefern
- Anfertigung von Kronen, Brücken und Implantaten
- Gestaltung von herausnehmbarem Zahnersatz (Prothesen)
- Bedienung von analogen und digitalen Geräten (z.B. CAD/CAM-Fräsmaschinen, 3D-Drucker)
- Verarbeitung von Materialien wie Keramik, Kunststoff und Metalllegierungen
- Reparatur und Anpassung von Zahnersatz
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Anatomie des Zahn-, Mund- und Kiefersystems
- Werkstoffkunde (Gipse, Kunststoffe, Metalle, Keramik)
- Umgang mit zahntechnischen Werkzeugen, Geräten und Maschinen
- Digitale Zahntechnik (CAD/CAM-Technologie)
- Herstellungsprozesse für festsitzenden und herausnehmbaren Zahnersatz
- Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Qualitätssicherung
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.
Gesellenprüfung Teil 1: Findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt.
Gesellenprüfung Teil 2: Bildet den Abschluss der Ausbildung am Ende der 3,5 Jahre.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Zahntechnikermeister/in
- Spezialisierung auf bestimmte Bereiche (z.B. Keramik, Kieferorthopädie, CAD/CAM)
- Studium der Dentaltechnologie (B.Sc.)
- Tätigkeit in der Industrie, Forschung oder im Vertrieb
- Gründung eines eigenen zahntechnischen Labors
Good to know
- Der Beruf verbindet Hightech und traditionelles Handwerk auf einzigartige Weise.
- Jedes Werkstück ist ein Unikat, das individuell für einen Patienten angefertigt wird.
- Als Zahntechniker/in arbeitest du eng mit Zahnärzten zusammen und leistest einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit und zum Wohlbefinden von Menschen.
Berufsalltag
Dein Arbeitsplatz ist das zahntechnische Labor. Hier arbeitest du konzentriert an deinem Werkplatz, stellst Modelle her, modellierst mit Wachs, verarbeitest Keramik oder designst Zahnersatz am Computer. Du arbeitest meist im Team mit anderen Zahntechnikern und stehst im Austausch mit Zahnarztpraxen, um perfekte Ergebnisse zu erzielen. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)