Als Schädlingsbekämpfer/in bist du ein wichtiger Experte für Gesundheitsschutz und Hygiene. Du identifizierst Schädlinge wie Insekten, Nagetiere oder Pilze, analysierst die Ursachen des Befalls und entwickelst wirksame Strategien zur Bekämpfung und Vorbeugung.
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Die Ausbildung kann aber auch verkürzt werden, wenn du schulische Vorbildung, vorangegangene Ausbildungszeiten oder Berufserfahrung hast. Auch bei guten Leistungen in der Ausbildung kannst du frühzeitig zur Prüfung zugelassen werden.
Gehalt (Ausbildungsvergütung)
Das Gehalt variiert je nach Bundesland und Betrieb. Im Durchschnitt verdient ein Auszubildender im ersten Jahr etwa 750-950 Euro pro Monat, im zweiten Jahr 850-1.050 Euro und im dritten Jahr 950-1.150 Euro.
Empfohlener Schulabschluss
Für die Ausbildung zum/zur Schädlingsbekämpfer/in ist rechtlich kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen jedoch Bewerber mit einem Hauptschulabschluss oder einem mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) ein.
Kenntnisse/Stärken
- Verantwortungsbewusstsein (Umgang mit Bioziden)
- Sorgfalt und Genauigkeit
- Interesse an Biologie und Chemie
- Keine Scheu vor Insekten, Nagetieren oder engen Räumen
- Kundenorientierung und Diskretion
- Körperliche Fitness
Arbeitszeit
Die Arbeitszeiten sind meist regulär, können aber je nach Dringlichkeit des Falls auch Einsätze am Abend oder am Wochenende erfordern.
Aufgaben in der Ausbildung
- Identifizierung von Schädlingen und Bestimmung des Befallausmaßes
- Planung und Durchführung von Bekämpfungsmaßnahmen
- Beratung von Kunden zur Vorbeugung (Prävention)
- Sicherer Umgang mit chemischen, biologischen und physikalischen Bekämpfungsmitteln
- Dokumentation der durchgeführten Arbeiten
- Du lernst auch dein Berichtsheft regelmäßig zu führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido
Ausbildungsinhalte
- Schädlingskunde (Biologie und Verhalten von Schädlingen)
- Wirkstoff- und Verfahrenskunde
- Rechtliche Grundlagen (z.B. Gefahrstoffverordnung, Tierschutzgesetz)
- Gesundheits- und Vorratsschutz
- Holz- und Bautenschutz
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz
Ausbildungsablauf
Ausbildungsbeginn: In der Regel im August oder September.
Zwischenprüfung: Findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt.
Abschlussprüfung/Gesellenprüfung: Am Ende der Ausbildungszeit.
Karrieremöglichkeiten
- Weiterbildung zum/zur Meister/in für Schädlingsbekämpfung
- Spezialisierung (z.B. Holzschutz, Taubenabwehr, Tatortreinigung)
- Weiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Umweltschutztechnik
- Selbstständigkeit mit einem eigenen Fachbetrieb
Good to know
- Der Beruf ist sehr abwechslungsreich, da jeder Einsatzort und jeder Befall anders ist.
- Schädlingsbekämpfer tragen eine hohe Verantwortung für die Gesundheit von Menschen und den Schutz der Umwelt.
- Die Branche ist krisensicher, da Schädlinge immer ein Thema sein werden.
- Moderne Schädlingsbekämpfung setzt verstärkt auf integrierte und umweltschonende Verfahren.
Berufsalltag
Im Berufsalltag fährst du zu verschiedenen Kunden – von Privatwohnungen über Restaurants bis hin zu großen Industrieanlagen. Du inspizierst die Lage vor Ort, identifizierst den Schädling, erklärst dem Kunden das Vorgehen und führst die Bekämpfung sicher und professionell durch. Diskretion und eine saubere Dokumentation sind dabei unerlässlich. Du musst während deiner Ausbildung auch dein Berichtsheft regelmäßig führen. Zu empfehlen ist z.B. das digitale Berichtsheft von Zubido.
Ausbildungsnachweis
Während der Ausbildung werden die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse von den Auszubildenden im Ausbildungsnachweis (auch "Berichtsheft") dokumentiert. Dieser dient als Nachweis für die während der Ausbildung erlernten Tätigkeiten. Das Berichtsheft ist laut HWK und IHK notwendig, um als Azubi zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Das Berichtsheft wird täglich oder wöchentlich geführt und muss von den Ausbildern im Unternehmen regelmäßig geprüft und signiert werden. Dafür gibt es vom Betrieb meist eine Berichtsheft-Vorlage. Zusätzlich werden mitunter auch Monats- oder Fachberichte verlangt. Moderne Ausbildungsbetriebe setzen dafür auf digitale Ausbildungsnachweise, wie die Berichtsheft-App von Zubido.
Offizielle Informationen und Dokumente
Hier findest du die wichtigsten offiziellen Informationen und Dokumente zu diesem Ausbildungsberuf.
So kannst du schnell nachsehen, wie die Ausbildung geregelt ist und welche Inhalte offiziell dazugehören.
Die Links führen zu externen offiziellen Quellen.
BIBB-Berufsseite
Die offizielle Übersicht des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Informationen zu Berufsbild,
Ausbildungsdauer und Struktur der Ausbildung.
BIBB-Berufsseite
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan
Die rechtliche Grundlage der Ausbildung mit den verbindlichen Inhalten und Anforderungen
für den betrieblichen Teil.
Ausbildungsverordnung und Ausbildungsrahmenplan (PDF)
Rahmenlehrplan
Die offiziellen Inhalte für den Unterricht in der Berufsschule, sofern ein veröffentlichter
Rahmenlehrplan verfügbar ist.
Rahmenlehrplan (PDF)